Wer heute von Yoga spricht, meint in der Regel die körperlichen Übungen, die sogenannten Asanas, mit Namen wie »Hund nach unten», »Baum« oder »Krieger«. Doch ursprünglich stand beim Yoga der Geist im Mittelpunkt. Die bekannten, teilweise sehr komplizierten Stellungen entstanden erst später, um die Beweglichkeit und Kraft des Körpers zu verbessern, damit er die langen Meditationssitzungen im vollen Lotussitz besser bewältigen konnte. Denn zu Beginn, um 400 v. Chr., war Yoga eine Philosophie, bei der es um Erleuchtung durch Meditation ging.
Yoga heute: ganzheitliches Training
Das moderne Yoga verfolgt eher einen ganzheitlichen Ansatz, nach dem Prinzip »gesunder Geist im gesunden Körper«. Es haben sich verschiedene Richtungen ausgebildet, die jedoch alle in der Regel Asanas, also verschiedene statische Körperhaltungen, mit Meditations- und Atemübungen kombinieren. Zu Beginn einer Yogastunde wird oft eine Kombination verschiedener Asanas zum Aufwärmen durchgeführt. Die bekannteste Kombination ist der »Gruß an die Sonne«, eine dynamische Abfolge von meist 12 Stellungen. Es existieren verschiedene Versionen, von einfachen, langsam ausgeführten Stellungen bis hin zu kraftvoll-athletischen Varianten, die ein hocheffizientes Ganzkörpertraining darstellen.
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